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Willkommen auf meiner Zeitreise durch die Koblenzer Skateboardgeschichte

Angefangen zu Skaten habe ich 1989, damals war ich 13 Jahren alt und mein erstes Board war ein CRAZY Banana, welches ich für 35 D-Mark im Supermarkt gekauft hatte. Meine erste Disziplin war Downhill, als Anfänger war es ein Herausforderung die Mühlenstraße komplett im stehen herunter zu fahren.

1989 war ein Jahr in dem Skateboarding boomte und trotz aller späterern Booms habe ich keinen wie in diesem Jahr mehr erlebt. Schnell traf ich ein paar Straßen weiter, in unserem Dorf auf Kids die ebenfalls mit allem was Rollen hatte unterwegs waren und sogar eine Jump Ramp hatten. Hier traf ich Batta und George sie waren ungefär in meinem Alter und gehören bis heute zu meinem Freundeskreis. Batta und George skateten schon etwas länger und hatten richtige Boards von Powell Peralta, coole Skate Shirts, Airwalk Schuhe, eine Jump Ramp und vor ihrem Haus stand eine Art Mini Ramp. Von ihnen lernte ich Tricks wie Judo Air, Method Air und Boneless kennen. Mit der Zeit wurde ich dank meiner Eltern mit coolen skate clothes und boards ausgestattet und eignete mir den typischen Skater Look für diese Zeit an. Die Boards hatten damals eine ca. 4 cm lange Nose, Rails, Tailbones und Nosebones, welche das Board schützen sollten.

Skatepics Koblenz 1990

Vision Schuhe, Vision T-Shirt und Vision Kappen waren damals voll im Trend. Die Firmenanzahl war damals noch übersichtlich mehr als Powell, Santa Cruz, Vision, Airwalk, Vans, Jimmy´z, Titus und H-Street gab es damals fast nicht.

Skatevideos wie das vom Münster Monster Mastership und der Bones Brigade z.b. "Search for animal chin" heizten meinen Eifer an. Batta und George waren schon damals mit den Skatern aus der Stadt unterwegs ich rollte Anfangs nur durchs Dorf. Damals gabe es auch schon einen Rollsportverein, der Rot-Weiß Koblenz, nach einiger Zeit und etwas Training fuhr ich mit meinen Freunden dort hin. Die Halle lag auf dem Fort Konstantin dort lernte ich die Koblenzer Skateszene nach und nach kennen. Der Verein unternahm manchmal Ausflüge ins Frankfurter Tropica, oder ins Essener Skatehaus, so lernte ich richtige Skateparks kennen, von denen es damals noch nicht so viele gab.

Haupttreffpunkt der Skater war damals der Zentralplatz, hier hingen Skater mit den Punkern zusammen ab, und waren kaum zu unterscheiden. Schätzungsweise gab es 30-40 Skater, welche Boardslides und Sweaper Boardeslides an den Bänken übten außerdem waren Boneless Tricks auf die Bänke hoch und runter angesagt, sowie Ollie to tail, Ollie to one truck usw. Der Boden war schrecklich rauh, doch mit den dicken Rollen, wie man sie damals hatte war das kein Thema, als die Rollen kleiner wurden starb der Zentralplatz als Spot aus.

Überwiegend wurden Tricks wie Ollie to one Truck, Ollie to Nosepick indy grap off, oder Ollie to Tail geübt. Damals galt es als hart per Boneless von Telefonzellen zu springen. Streitigkeiten mit Passanten und Leuten, welche die Bänke besetzten waren an der Tagesordnung, Skater galten als Zerstörer des öffentlichen Eigentums und wurden von Opas, Omas und Skinheads gehasst und wurden desöfteren von diesen durch die Stadt gejagt und manchmal auch verprügelt.


Links Guedden 1989 am Zentralplatz rechts Heidel in Friedrichssegen

Rampen, oder Skateparks gab es damals in Koblenzer und Umgebung keine, also Bauten wir im Sommer 1990 eine eigene Minni Ramp in Rübenach, wo ich das Rampenfahren lernte, vom Skaten mal abgesehen war das ein super Platz zum Grill und die für die ersten Saufpartys. Später entstand eine geile Minni in Friedrichssegen die es sogar ins Monster Magazin schaffte auch ich war damals bei der Session mit Helge Tscharm am Start und habe es geschafft im Hintergrund stehend ins Monster zu kommen. Auch die Jungs aus Polch hatten es schon früh geschafft eine gute Minni zu bauen.

Minni Ramp 1991 in Rübenach

Streetskaten konnte man aufgrund der großen Rollen damals fast überall in Koblenz und überall traf man auch kleine Gruppen von Skater. Skaten wurde zu der wichtigsten Sache in meinem Leben und so fuhr ich täglich, ob Schnee, oder Regen in die Stadt, bei Regen fuhren wir in den Tiefgarage wie z.B. unter dem Zentralplatz, oder in Unterführungen. Bei gutem Wetter fuhren wir an der Sparkasse, am Zentralplatz, Kastor Kirche, am Gerichtsplatz, oder am Löhr-Center. Mit der Zeit lernte ich mehr und mehr Leute aus der Koblenzer Umgebung kennen und lernte immer mehr Tricks wie Board slides, Power Slides, No Complies, Wheeles, Ollie Graps usw.


Skateboarding in Koblenz 1990

1990-91 hatten sich die Tricks die Boards und das Outfit bereits stark verändert bzw. Skaten hat sich nach vorne entwickelt. Im Gegensatz zu früher wurde nun mehr mit Ollies gearbeitet, Ollie grabs, shove it s (ohne pop) die ersten one foots usw. fette grinds, sowie Oli-Impossible waren in den Skatevideos zu sehen und wurden von uns auf die Koblenzer Straßen gebracht. Auch die Koblenzer Gesichter hatten sich geändert die älteren Jungs von vor 2 Jahren hatten bereits fast alle aufgehört zu Skaten und sind in andere Trendgruppen, wie Scooter, Busters, oder zu den Drakes gewechselt, Jungs in meinem alter mit weiten Hosen und lässigem Styls eroberten die Straßen auf ihren Boards.

1991-92 Good old times Skateboarding in Koblenz

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1992-93 "The funky story"

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1993-94 " Tatort Münzplatz "

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Fabi o's alte Aufnahmen

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Ein weiterer Fortschritt zu dieser Zeit war der neue Skateshop im Entenpfuhl "Kingpin" eine Heimat, ein Treffpunkt und Skatespot. Im Kingpin arbeiteten Jörn Schreiber und Jens Schnabel, beide damals von Titus gesponsert und Half Pipe Shredder. Im Kingpin konnte man sich Skatevideos ansehen und es gab eine kleine Minni Ramp (40 cm hoch). Kingpin war in den folgenden Jahren meine Heimat. Vom Laden aus fuhren wir die Spots an und kehrte anschließend wieder zurück ständig traf man neue Leute und fuhr mit ihnen die Spots ab.

Skateboarding in Koblenz  1991

L. Güdden war einer der Besten Skater zu dieser Zeit in Koblenz und wurde von Kingpin gesponsert.

Bis 1994 kamen viele neu Tricks wie Impossieble, Front Foot Impossieble, Ollie Late shovel, Half flips, Back foot flips und Pressure Flip´s auf die Straße. Die Boards änderten ihre Form die Nose wuchs und mit dem Double Vision, ein Board mit doppelten Tail kam eine wende. Die Rollen Schrumpften, die Hosen wurden weiter und die Spots, sowie die Skater verschwanden. Die Koblenzer Skateposse bestand nun mehr, oder weniger nur noch aus dem Olli, Schmitty, Marco und mir, viele Leute hörten vorübergehend auf zu Skaten, oder kamen nur noch selten. Die Kastorkirche wurde zu unserem Lokal Spot, hier hingen wir fast täglich ab, abends wurde dann beim Schmitti super Mario Kart gezockt. Die Jungs aus Vallendar und Bendorf hängten meistens in Bendorf und Umgebung ab und kamen nur selten nach Koblenz.
Irgendwann musste Kingin dicht machen ich kann mich nicht genau daran erinnern, ob es nicht mehr genug Skater in Koblenz gab, oder ob die Angestellten den Laden in den Ruin getrieben hatten.

Skateboarding am Müntzplatz in Koblenz

Die Sanierung des Münzplatzes brachte eine Wende, schöne 2er Treppen, eine große Flatland Fläche, Curbs und ein glatter Boden bildeten die perfekte Grundlage für einen neune Lokal Spot. Der Münzplatz zog wieder mehr Leute nach Koblenz, bis 1999 wurde der Münzplatz meine und vieler anderer Skaters Heimat. Was früher das Kingpin war wurde nun der Münzplatz. Bis 1996 wurde dann verstärkt switchstance Tricks und Nollie Tricks gemacht, auch die Boards hatten bereits die heutige Form, große Veränderungen im Skaten, so wie ich sie zuvor erleben durfte kamen nicht mehr. In der Koblenzer Umgebung entstanden mehr und mehr Rampen und teilweise auch Skateparks.

Die Müntzplatz Posse 1992

Von 1992- 1999 war der Münzplatz der Skatemittelpunkt in Koblenz, im laufe der Jahre zogen immer mehr Leute aus Koblenz nach Köln und die MPC ( Münzplatz Crew) schrumpfte.

1999 wurde das Skateverbot auf dem Münzplatz ausgerufen und streng durchgezogen , lesen sie selber, was damals durch die Presse ging !

Zeitungsartikel Skateboard und BMX Koblenz

Olli hatte damals die Idee einen Verein zu gründen, leider hatten wir Probleme die Sieben benötigten Gründungsmitglieder zusammen zu bekommen, deshalb entschlossen wir uns ein paar BMX er mit in den Verein zu ziehen und einen Skateboard und BMX Verein zu gründen. In den Folgenden Jahren wuchs der Verein und wir konnten in Zusammenarbeit mit DropIN Skateshop jedes Jahr neue Rampen bauen. Ich war damals zuständig für die Planung und den Bau der Rampen, was mit viel Spaß machte. Der Verein hat uns nicht nur einen schönen Treffpunkt und Skatespot gebracht, er hat auch die Skateszene in Koblenz wieder einen Schritt nach vorne und enger zusammen gebracht. 2005 musste ich Koblenz beruflich verlassen und zog mich auch aus der Verantwortung im Verein zurück. 2008 entbrannte eine wilde Auseinandersetzung im Verein, um die Gestaltung des Skateparks, auch gab es Probleme helfende Hände zum Instandhalten und Reinigen der Anlage zu finden. Es bildeten sich damals zwei Lager und wir gaben die Verantwortung an die Jüngeren ab.

Skateboarding war stets mehr, als nur eine Sportart, Skateboarding ist ein Lebensstil und den habe ich lange Zeit gelebt und er hat mich geprägt, auch wenn ich nur noch sehr selten skaten gehe, denke ich werde ich nie aufhören ein Skater zu sein. Möge man mir mein Board in den Sarg legen.

Die Geschichte zum Skateboard und BMX MP-Koblenz. e.V.

Skateboard und BMX MP Koblenz e.V.

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  Skateboard und BMX MP Koblenz e.V. 1999 Skateboard und BMX MP Koblenz e.V. 2000 Skateboard und BMX MP Koblenz e.V. 2001
Skateboard und BMX MP Koblenz e.V. 2002 Skateboard und BMX MP Koblenz e.V. 2003 Skateboard und BMX MP Koblenz e.V. 2004 Skateboard und BMX MP Koblenz e.V. 2005

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Bilder aus dem Skatepark

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